Immobilien gehören in jeden Investment-Mix – der Immobilienboom hält an

Der Global Investment Atlas untersucht das Investitionsverhalten der Anleger weltweit und gibt Prognosen für das Folgejahr. Ein Blick in den aktuellen Global Investment Atlas 2018 offenbart die bisher höchsten Transaktionsvolumen im Bereich Immobilien und markiert mit 1,62 Billionen US-Dollar ein neues Rekordvolumen. Hochrechnungen gehen jedoch davon aus, dass das aktuelle Rekordniveau, ähnlich wie das des Vorjahres mit 1,43 Billionen US-Dollar, nicht lang Bestand haben wird, da die Experten von einem weiteren Anstieg für das Jahr 2018 ausgehen. Speziell asiatische Investoren bilden hierbei mit über die Hälfte des eingesetzten Kapitals die treibende Kraft. Gemäß dem Global Investment Atlas ist die anhaltende Dominanz asiatischer Investoren auch in Zukunft zu erwarten.

Doch welche Regionen spielen dabei eine besondere Rolle? Tatsächlich erhöhten asiatische Investoren ihre Beteiligungen an den meisten globalen Märkten. Lediglich die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichneten aufgrund der Unsicherheiten der US-Politik und der Kapitalkontrollen in China kein weiteres Wachstum. Solche Kapitalverlagerungen hinterlassen neben einem Verlierer immer auch Gewinner. In diesem Fall profitiert Europa von den Verlusten in den USA. So konnten die Investitionen aus Asien in Europa ein Wachstum von 96 Prozent verzeichnen. Nichts desto trotz bleiben die USA das Hauptziel internationaler Investoren, auch wenn die Tendenzen rückläufig sind. Betrachtet man den Immobilienmarkt regional, bleibt Europa der unangefochtene Spitzenreiter mit 50 Prozent aller grenzüberschreitenden Investitionen. Besonders hervorzuheben ist dabei London. Unter den einzelnen Städten bleibt die englische Hauptstadt trotz Brexit das begehrteste Investitionsziel für internationales Kapital. Die Abwertung des britischen Pfunds und der Glaube an eine langfristige Attraktivität des Standortes wirkten dabei den Ängsten um den Brexit entgegen.

Im regionalen Vergleich zwischen Europa und dem Nahen Osten entwickelte sich das Investitionsverhalten deutlich unterschiedlich. Während Europa das drittstärkste Jahr seiner Geschichte verzeichnet, fällt das Transaktionsvolumen im Nahen Osten auf den niedrigsten Stand seit 2012. Aufgrund der anhaltenden politischen Spannungen und Unruhen dürfte die negative Entwicklung im Nahen Osten keine Überraschung sein. Europa hingegen profitiert von der gesündesten Wirtschaftsleistung seit einem Jahrzehnt. Besonderer Fokus in Europa liegt dabei auf Großbritannien und Deutschland.

Im asiatischen Raum bleibt China weiterhin an der Spitze. Mit einer Steigerung von 105 Prozent an Transaktionsvolumen gelang es Peking Schanghai als bevorzugenden Mark aus dem Jahr 2016 abzulösen. Auch in den asiatischen Schwellenländern Indonesien und Malaysia konnten besonders positive Entwicklungen verzeichnet werden.

Obwohl Südamerika seine Rezession überwinden konnte, verzeichnete die Region das zweitschlechteste Ergebnis im Rahmen der Immobilieninvestitionen seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Rückgang um 29 Prozent an Investitionen aus Nordamerika wird ein Grund für die schlechten Ergebnisse sein. Für das Jahr 2018 wird jedoch eine deutliche Verbesserung in den Schwellenländern, allen voran Brasilien, erwartet.

Die anhaltenden positiven konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft und die anhaltende Investitionslust des asiatischen Raumes wird auch in den nächsten Jahren ein stetes Wachstum ermöglichen und bietet weiterhin gute Chancen für eigene Investitionen.